Wollten Sie schon einmal einen Brief mit z.B. 30 ATS oder 3 DM frankieren, ohne 5 gleiche Marken zu verwenden? Mit etwas tüfteln findet man 30 = 6 + 7 + 8 + 9, d.h., 3 = 0.6 + 0.7 + 0.8 + 0.9. Ohne tüfteln geht's mit diesem Programm:

Zerlegen in Summen aufeinanderfolgender Zahlen

Die Summen aufeinanderfolgender ganzer Zahlen bilden wieder eine ganze Zahl. Erstaunlicherweise lassen sich sehr viele Zahlen so darstellen:

13 = 6 + 7
14 = 2 + 3 + 4 + 5
15 = 4 + 5 + 6
15 = 1 + 2 + 3 + 4 + 5
15 = 7 + 8 
45 = ... 
945 = ... 

Weitere Beispiele finden Sie mit Hilfe des folgenden Formulars.


Hinweis: Sie können den Text in dieser Ausgabeliste markieren und mit STRG+C kopieren.

Anmerkung:
Die Zahlen 2, 4, 8, 16, ..., 2^n, ... lassen sich nicht als Summe mehrerer aufeinanderfolgender Ganzzahlen ausdrücken. Alle anderen Zahlen aber schon!
Für Primzahlen > 2 gibt es genau eine Summendarstellung. Die Anzahl der möglichen Darstellungen wächst mit der Anzahl der ungeraden Teiler.

Algorithmus, theoretischer Hintergrund:
Sei w die gewünschte Summe. Wir wollen sie in k Summanden aufteilen, beginnend bei n. w = n + (n+1) + ... + (n+k-1) bedeutet w = n + n + ... + n + 1 + 2 + ... + (k-1) = k*n + (k-1)*k/2 = k*(2n+k-1)/2. Die Zahl 2w zerfällt also in die Faktoren k und (2n+k-1), von denen k der kleinere ist für n >= 1. Weiters ist genau einer der Faktoren ungerade, wegen 2n+k-1  k-1  k (mod 2).
Umgekehrt läßt sich aus einer jeden Zerlegung von 2w in zwei Faktoren (einer gerade, der andere ungerade) schon eine Summendarstellung rekonstruieren: k ist der kleinere der Faktoren und n ergibt sich aus 2w = k * (2n+k-1) zu n = (2w/k-k+1)/2.
Für w = 2^n ist nur k = 1 möglich, d.h. es gibt nur Summen aus 1 Summanden: w = w, wie schon oben angemerkt.
 

f.d.I.v.: Alfred Heiligenbrunner; letzte Änderung: